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Nachbarschaftsinitiativen

Bizim Kiez

Für lebendige Nachbarschaften und eine solidarische Stadt

„Bizim“ heißt „Unser“ auf Türkisch, „Bizim Kiez“ also „Unser Kiez“. Bizim Kiez wurde 2015 gegründet von empörten Nachbar*innen aus Protest gegen die Kündigung des familiengeführten Obst-und Gemüseladens »Bizim Bakkal« im Kreuzberger Wrangelkiez. Seither setzt sich Bizim Kiez als Nachbarschaftsinitiative gegen Verdrängung und für den Erhalt lebendiger Kieze ein.

Bizim Kiez ist eine offene Initiative mit Plattformcharakter und themen- bzw. projektbezogenen Arbeitsgruppen, in der sich alle auf vielfältige Weisen einbringen können. U.a. zu Wohnungspolitik für Mieter*innen, Druck gegen den Ausverkauf der Stadt, Nachbarschaft stärken, Kleine Läden und soziale Einrichtungen verteidigen, Stadt solidarisch gestalten.

NaGe-Netz

Solidarisches Netzwerk von Nachbarschaft und Gewerbetreibenden in Berlin-Kreuzberg

Das NaGe-Netz, das lokale Netzwerk von Nachbarschaft und Gewerbetreibenden in Berlin-Kreuzberg ist ein Zusammenschluss von Initiativen und Aktiven in Berlin-Kreuzberg (SO36) und weiteren Stadtteilen (wie u.a. Nordneukölln, Alt-Treptow und Friedrichshain).

Das NaGe-Netz konnte seit 2018 eine lokal getragene, solidarische Struktur zwischen Nachbar*innen und Kleingewerbetreibenden etablieren. Es wurden die Anliegen der verschiedensten Interessengruppen vermittelt und kooperatives Handeln mit Politik und Verwaltung initiiert.

#200Häuser

Netzwerk für Menschen, die von Eigenbedarfskündigung betroffen sind

Die Initiative #200Häuser ist ein berlinweites Netzwerk für Menschen, die von Umwandlung und daraus resultierender Verdrängung und Eigenbedarfskündigung betroffen sind.

#200Häuser wurde im Juli 2019 gemeinsam von betroffenen Menschen aus über 20 Häusern, den stadtpolitischen Initiativen GloReiche Nachbarschaft und KiezKonnektors sowie dem Baustadtrat Florian Schmidt von Friedrichshain-Kreuzberg ins Leben gerufen.

Auf der Website stellt die Initiative auch ein umfangreiches Glossar zum Thema zur Verfügung.

Netzwerke für Gemeinwohl

AKS Gemeinwohl

AKS Gemeinwohl ist eine Beratungs- und Vermittlungsstelle, die vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gefördert wird. Ihre Mission: sogenannte „präventive Erwerbe“ durch gemeinwohlorientierte Immobilienunternehmen zu unterstützen.

Dies soll den Verwertungsdruck auf Immobilien reduzieren und Mieter*innen vor Verdrängung schützen, indem Eigentümer*innen und Mieter*innen über Möglichkeiten des gemeinwohlorientierten Verkaufs eines Grundstücks beraten und mit gemeinwohlorientierten Unternehmen in Kontakt gebracht werden.

GIMA Berlin-Brandenburg

Nach München (seit 2007) und Frankfurt (seit 2021) wurde jetzt auch in Berlin eine Genossenschaftliche Immobilienagentur gegründet.

Mitglieder der Genossenschaftlichen Immobilienagentur Häuser Bewegen GIMA Berlin-Brandenburg eG i.G. sind erfahrene Unternehmen, die Grundstücke in der Region Berlin-Brandenburg kaufen, langfristig bewirtschaften und in ihrem Eigentum halten.

Grundsätze der GIMA sind

  • Ortsübliche Mieten im Bestand und bei Wiedervermietung
  • Verzicht des Wiederverkaufs
  • Verzicht auf "Luxusmodernisierung"
  • Verzicht auf Aufteilung des Objekts in Wohn- und Teileigentum
  • Ermöglichung der Mitbestimmung von Mieter*innen